Quartetto Magritte
Maurizio Minardi (p), Simone Zanchini (acc), Luca Cantelli (b), Claudio Bonora (dr)
Tango, Habanera, impressionistische und minimalistische Klänge, Improvisation und Barock: Aus diesen Ingredienzen brauen der Pianist Maurizio Minardi, der Akkordeonist Simone Zanchini, der Bassist Luca Cantelli und der Schlagzeuger Claudia Bonora ihren außergewöhnlichen musikalischen Eintopf, der sich nirgendwo verorten lässt, für den es auch kein konkretes Rezept gibt, der aber schon vom ersten Bissen, oder besser Ton an verführt, bezaubert und gefangen nimmt. Mit mehr als 900 Auftritten in ganz Europa zählt das Quartetto Magritte zu den am besten eingespielten Formationen auf der Genregrenze zwischen klassischem Jazz und farbiger Weltmusik. Als Vorlage dienen den vier Musikern die Gemälde des belgischen Malers René Magritte, dem Magier der verrätselten Bilder, einer der Schlüsselfiguren der Kunst des 20. Jahrhunderts. Er widmete sich vor allem dem Surrealismus, einer Kunstrichtung, die die Wirklichkeit jenseits des Sichtbaren durch künstlerische Ausdrucksmittel erkennbar werden lässt. Wie ein surrealistisches Bild klingen kann, das wollen Minardi, Zanchini, Cantelli und Bonora bei ihrem Debüt im Neuburger Birdland-Jazzclub demonstrieren. Sie erzeugen ein ebenso überraschendes, poetisches wie faszinierendes Klanguniversum, aus dem man eigentlich nicht mehr zurückkehren möchte.