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20.09.2026

Originalnoten statt Kopien – warum jede Ausgabe die Zukunft der Musik sichert

Wer ein Notenheft aus dem Verlag Purzelbaum oder der Edition Avantus kauft, erwirbt weit mehr als bedrucktes Papier.

Hinter jeder Ausgabe steckt die Arbeit vieler Menschen, die gemeinsam dafür sorgen, dass neue Musik entsteht, veröffentlicht und dauerhaft verfügbar gemacht werden kann.

Ein Notenheft ist Teamarbeit

Bevor ein neues Werk in den Händen der Musikerinnen und Musiker landet, ist ein langer Weg zurückgelegt worden. Am Anfang stehen Komponisten sowie Arrangeure, die ihre musikalischen Ideen entwickeln und ausarbeiten. Anschließend werden die Noten professionell gesetzt, lektoriert, gestaltet und für den Druck vorbereitet. Druckereien, Lager, Versand, Musikalienhändler und Online-Shops sorgen schließlich dafür, dass die Ausgaben ihren Weg in Musikschulen, Vereine, Orchester und Privathaushalte finden.

Jeder dieser Schritte verursacht Kosten. Gleichzeitig ermöglicht jeder verkaufte Notenband den Urhebern eine faire Vergütung und schafft die Grundlage dafür, dass neue Werke komponiert, arrangiert und veröffentlicht werden können.

Warum Originale so wichtig sind

Das Musizieren lebt von neuen Ideen. Damit Komponisten und Verlage auch künftig neue Literatur entwickeln können, sind sie auf den Verkauf von Originalausgaben angewiesen.

Wer stattdessen unerlaubte Kopien oder illegale Downloads verwendet, entzieht diesem Kreislauf die wirtschaftliche Grundlage. Langfristig bedeutet das weniger neue Kompositionen, weniger Arrangements und eine geringere Vielfalt an Unterrichts- und Konzertliteratur.

Gerade im Bereich des Amateurmusizierens, der Musikschulen und der Vereinsarbeit ist ein verantwortungsvoller Umgang mit Notenausgaben deshalb besonders wichtig.

Was sagt das Urheberrecht?

Viele Musikerinnen und Musiker sind überrascht, dass für Noten andere Regelungen gelten als beispielsweise für Musik-CDs oder digitale Audiodateien.

Grundsätzlich dürfen urheberrechtlich geschützte Notenausgaben nicht ohne Genehmigung vervielfältigt werden. Das gilt sowohl für klassische Fotokopien als auch für Scans oder digitale Weitergaben. Das deutsche Urheberrecht sieht hierfür nur wenige, eng begrenzte Ausnahmen vor.

Auch Bearbeitungen, Arrangements oder wissenschaftlich herausgegebene Ausgaben können urheberrechtlich geschützt sein – selbst dann, wenn die ursprüngliche Komposition bereits gemeinfrei ist.

Gemeinsam Verantwortung übernehmen

Musik entsteht nicht von allein. Hinter jeder neuen Ausgabe stehen Kreativität, Erfahrung, Zeit und viel Leidenschaft. Wer Originalnoten verwendet, unterstützt nicht nur Verlage und  Autoren, sondern trägt aktiv dazu bei, dass auch zukünftige Generationen auf hochwertige Unterrichts- und Konzertliteratur zurückgreifen können.

Deshalb unsere Bitte:

Verwenden Sie Originalnoten – im Unterricht, im Orchester, im Ensemble und bei Konzerten. Jede legal erworbene Ausgabe ist ein Beitrag zur Förderung der musikalischen Vielfalt und hilft dabei, neue Ideen Wirklichkeit werden zu lassen.

Weitere Informationen zum Thema Urheberrecht und Notenkopien finden Sie bei der VG Musikedition, der Verwertungsgesellschaft für Musikeditionen in Deutschland.