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Werner Niehues

Werner Niehues

geb. 1926 in Rheine. (Westf.) Musikstudium in Münster und Trossingen. Danach Korrektor und Arrangeur im Hohner-Musikverlag. 1954 Dozent an der Städtischen Musikschule Trossingen und Leiter des neu gegründeten Studios für elektronische Instrumente – einem pädagogischen Modellversuch der Trossinger Musikindustrie. Zahlreiche Uraufführungen zeitgenössischer Kammermusik für elektronische Instrumente während der legendären Trossinger Musiktage in den 50er und 60er Jahren; Solokonzerte für Elektronium mit den Sinfonikern. Gründete verschiedene Ensembles, u. a. das weithin bekannte Trossinger Elektronium-Ensemble. Zahlreiche Konzerte und Rundfunkaufnahmen mit diesem einzigartigen Klangkörper. Schon 1961 sensationelles Jazzkonzert-Debüt in Luzern mit einer rein elektronischen Bigband. Vielseitige musikalische Interessen spiegeln sich auch in der virtuosen Interpretation und den Arrangements unterhaltender wie volkstümlicher Musik. 1974 – 1987 Direktor des Hohner-Konservatoriums, gleichzeitig Vorsitzender des Musikausschusses im Deutschen Harmonika-Verband. Initiierte den „Deutschen Akkordeon-Musikpreis“ und „Rudolf Würthner-Wettbewerb“ für Solisten und Orchester und weitere Förderaktivitäten für die musikfachliche Struktur des DHV, u. a. die neue Form der Trossinger Osterarbeitswochen. Integrierte el. Instrumente, insbesondere das Elektronium, in den Bereich der Akkordeon-Orchester und –Ensembles. Dozent div. Fachlehrgänge, Juror, Autor von Schulen und Spielliteratur für el. Instrumente. Wegweisend sind seine Akkordeon Orchester-Arrangements. Befasste sich in Reden und Aufsätzen besonders mit der musiksoziologischen Situation des Laienmusizierens und setzte in seiner Amtszeit erfolgreich die akkordeonpädagogischen Leitlinien seiner Vorgänger Prof. H. Herrmann und Dr. A. Fett fort.